Die beste Bootsfahrt auf der Seine
Paris: 1-stündige Seine-Kreuzfahrt ab dem Eiffelturm
Bei der Beweislage gibt es kein Rennen. Diese Fahrt bringt 90.537 Bewertungen bei einem Schnitt von 4,4 mit. Die zweitmeistbewertete Fahrt auf dieser Seite kommt auf 25.801, die bestbewertete auf 8.788. Wenn ein Produkt gleichzeitig ordentlich bewertet und mit weitem Abstand das meistbewertete seiner Kategorie ist, ist die Diskussion fast vorbei: Du liest nicht die Begeisterung von zweihundert Leuten, die einen guten Tag erwischt haben, sondern Jahre von Abfahrten — die verregneten eingeschlossen.
Eine Stunde, Hin- und Rückfahrt, Start am Port de la Bourdonnais direkt unter dem Eiffelturm. Das Boot fährt flussabwärts bis zur Île de la Cité und wieder zurück, unter rund einem Dutzend Brücken hindurch. An Bord gibt es WLAN und eine Web-App mit Kommentaren zu den Bauwerken; der Audioguide läuft in vierzehn Sprachen, Deutsch inklusive. Du kannst dich frei bewegen: Oberdeck mit Rundumblick oder verglaster Salon mit großen Fenstern, je nachdem, was das Wetter über der Seine gerade macht.
- Preis ab
- ~18 €
- Dauer
- 1 Stunde · Rundfahrt ohne Umsteigen
- Reederei
- Bateaux Parisiens (S.E.V.P.T.E)
- Anleger
- Port de la Bourdonnais, Ponton 3, am Fuß des Eiffelturms
- Kommentar
- Audioguide in 14 Sprachen · Web-App in 11 Sprachen
- Sprache
- Deutsch verfügbar · kein persönlicher Guide an Bord
- Barrierefreiheit
- Als rollstuhlgerecht ausgewiesen
- Stornierung
- Kostenlos bis 24 Stunden vorher · volle Rückerstattung
Warum die Stunde eine ganze Stunde ist
Das ist der angenehme Unterschied zu den meisten Ausflügen, die man in Paris bucht: Hier ist die angegebene Dauer auch die Dauer. Kein Transfer im Dunkeln, kein Briefing, keine Wartezeit am Sammelpunkt — du stehst zehn Minuten vor der Abfahrt am Ponton, gehst an Bord, und nach sechzig Minuten bist du wieder da, wo du losgefahren bist. Genau deshalb passt diese Fahrt in fast jeden Paris-Tag, auch in den, an dem sonst schon Louvre und Montmartre stehen.
Vor dem Ablegen
- Port de la Bourdonnais, Ponton 3Die Rampe führt vom Quai hinunter ans Wasser, das Schild sagt Bateaux Parisiens. Métro Bir-Hakeim oder Trocadéro, beide rund zehn Minuten zu Fuß. Kostenpflichtige Parkplätze gibt es in der Nähe
- Anstellen und einsteigenDie Schlange sieht meist länger aus, als sie ist — sie bewegt sich in Schüben, weil immer ein ganzes Boot auf einmal geleert und gefüllt wird. Zehn bis fünfzehn Minuten vorher da sein reicht
- Handy mit dem Bord-WLAN verbindenDer Kommentar läuft über die Web-App, nicht über Lautsprecher. Ohne geladenes Handy fährst du eine sehr schöne, aber stumme Stunde
Die Leinen gehen los, das Boot dreht flussabwärts
Die Runde, in dieser Reihenfolge
- Eiffelturm und Pont d'IénaDie ersten zwei Minuten sind die, für die alle das Oberdeck stürmen. Wenn du das Foto von unten nach oben willst, stell dich beim Ablegen ans Heck
- Les Invalides und Musée d'OrsayDie goldene Kuppel über dem Grab Napoleons steuerbord, kurz darauf backbord der alte Kopfbahnhof, der heute die Impressionisten beherbergt
- Place de la Concorde und Grand PalaisHier wird die Seine breit und die Ufer flach, und du siehst zum ersten Mal, wie flach Paris eigentlich gebaut ist
- Louvre und Hôtel de VilleDer Louvre zieht sich gefühlt ewig am Ufer entlang — von der Wasserseite versteht man erst, wie groß dieser Bau wirklich ist
- Île de la Cité und Notre-DameDer Wendepunkt. Das Boot umrundet die Inselspitze, und die Kathedrale kommt von hinten ins Bild. Nach dem Wiederaufbau steht der neue Dachreiter wieder
Zurück am Ponton, meist fünf Minuten nach der Stunde
- AussteigenDu bist wieder am Eiffelturm — also genau da, wo der Rest des Nachmittags sowieso stattfindet. Das ist der praktische Vorteil dieser Fahrt gegenüber der ab Pont de l'Alma
Was du vom Wasser aus wirklich siehst
Paris ist um seinen Fluss herum gebaut, nicht neben ihn. Die Stadt hat ihre Prunkfassaden zur Seine gedreht, weil jahrhundertelang alles Wichtige über das Wasser kam. Deshalb funktioniert diese Stunde als Überblick besser als jede Bustour: Du siehst die Gebäude von der Seite, für die sie entworfen wurden.
- EiffelturmStart und Ziel, von ganz unten gesehen
- Notre-DameDer Wendepunkt der Runde
- LouvreVierhundert Meter Fassade am Ufer
- Les InvalidesDie vergoldete Kuppel über Napoleon
- Musée d'OrsayBahnhof von 1900, heute Museum
- Pont Alexandre IIIDie vergoldeten Kandelaber im Vorbeifahren
- Place de la ConcordeDer Obelisk von Luxor am Ufer
- Île de la CitéWo Paris vor 2000 Jahren anfing
Was in den Bewertungen immer wieder auftaucht und was niemand vorher erzählt: Vom Wasser aus ist Paris leise. Der Verkehr läuft oben auf den Quais, und zwischen den Ufermauern hört man ihn kaum. Die Stunde ist deshalb auch die verlässlichste Pause, die man an einem vollen Pariser Tag einbauen kann.
Warum diese und nicht die für ~17 €?
Ein Euro. Das ist der ganze Unterschied zwischen unserem Favoriten und der Bateaux-Mouches-Fahrt, und beide haben denselben Schnitt von 4,4. Für diesen einen Euro bekommst du zwei Dinge: den Anleger am Eiffelturm statt an der Pont de l'Alma, und 90.537 Bewertungen statt 5.979. Umgekehrt gilt aber genauso — die Bateaux Mouches haben mit 4,4 den besseren Preis-Leistungs-Wert und verkaufen ein Ticket ohne feste Uhrzeit, das ein ganzes Jahr gilt. Wer nicht weiß, wann er kann, ist dort besser aufgehoben.
4,4 ist kein Glanzergebnis — und genau deshalb glauben wir es. Auf dieser Seite steht eine Fahrt mit 4,7. Wir würden trotzdem diese buchen. Nicht wegen der Stichprobengröße allein, die sieht man ja: sondern weil 90.537 Bewertungen bedeuten, dass jede schlechte Stunde auf diesem Boot irgendwo in dieser Zahl steckt. Volle Boote an Sommersamstagen, Regen im November, die Schlange am Ticketschalter — alles drin, und der Schnitt bleibt trotzdem oben. Eine kleine Reederei hat gute Tage. Diese hier hat ein System, das auch die schlechten trägt.
Mit wem du fährst
Bateaux Parisiens, eine der beiden großen Reedereien auf der Seine, mit eigenem Anleger direkt unter dem Eiffelturm. Sie fahren dieselbe Runde seit Jahrzehnten, und man merkt es an Kleinigkeiten: Die Boote laufen im Takt, die Abfahrten liegen je nach Saison halbstündlich oder stündlich, und der Betrieb am Ponton ist eingespielt. Die Kehrseite: Das ist Massenbetrieb. Wer eine persönliche Führung erwartet, ist hier falsch — und die 4,2 beim Guide-Wert sagen genau das.
Was du anziehen solltest
Auf dem Wasser ist es zwei bis drei Grad kälter als am Quai, und auf dem Oberdeck kommt der Fahrtwind dazu. Eine Jacke gehört auch im Juli mit, besonders auf die Abendfahrten. Sonnenschutz im Sommer ist kein Luxus, weil das Oberdeck offen ist. Und Schuhe, in denen man eine Metalltreppe hoch- und runtergeht: Zwischen Salon und Oberdeck wechselt man während der Fahrt fast zwangsläufig ein paar Mal.
Was die Tourseite bestätigt
- Einstündige Rundfahrt ab dem Eiffelturm
- Kommentar und Zusatzinhalte über eine Smartphone-App in 11 Sprachen
- Audiokommentar in 14 Sprachen, Deutsch dabei
- WLAN an Bord, auf dem Oberdeck und im Salon
- Freie Platzwahl zwischen Oberdeck und verglastem Innenraum
- Als rollstuhlgerecht ausgewiesen
- Kostenlose Stornierung bis 24 Stunden vorher
Vor der Abreise selbst prüfen
- Getränke und Snacks sind nicht im Preis — an Bord gibt es sie zu kaufen
- Souvenirfotos sind nicht inbegriffen
- Großes Gepäck und Taschen sind nicht erlaubt, Assistenzhunde schon
- Die genauen Abfahrtszeiten stehen erst bei der Verfügbarkeitsprüfung — sie ändern sich mit der Saison
Ideal für
Alle, die zum ersten Mal in Paris sind, einen Überblick wollen, bevor der Rest der Stadt drankommt — und die lieber auf die Fahrt setzen, zu der es die meisten geprüften Rückmeldungen gibt, als auf einen höheren Schnitt aus zehnmal weniger Meinungen.